Übersicht über

Membranverfahren

Bei der Mikro- und Ultrafiltration werden im Wesentlichen Makromoleküle und kleine Partikel sowie Suspensionen oder Emulsionen getrennt. Die Übergänge der beiden Verfahren sind fließend: Membranen im Bereich von einigen µm bis zu 0,1 µm werden als Mikrofiltration bezeichnet, Membranen im Porenbereich von 0,1 – 0,01 µm als Ultrafiltration. Die Arbeitsdrücke liegen generell bei MF im Bereich von 0,5 bis 5 bar, bei UF im Bereich von 0,5 bis 10 bar.

Der Trenneffekt bei Mikro- und Ultrafiltration kommt größtenteils durch Siebeffekte zustande, d.h. es werden Teilchen zurückgehalten, deren Teilchengröße größer als der mittlere Durchmesser der Membranporen ist. Daneben spielen aber auch Löslichkeits- und Diffusionseffekte eine Rolle.

Je nach Anwendung kommen unterschiedlichste Modulformen zum Einsatz. Die gebräuchlichsten sind Wickelmodul, Rohrmodul als Polymer- oder Keramikelement ausgeführt, Plattenmodul, Kapillar- oder Hohlfasermodul. Die einzelnen Modulbauformen unterscheiden sich im hydraulischen Durchmesser und damit verbunden der spezifischen Packungsdichte.
Anwendungsgebiete der Mikrofiltration:

  • Abtrennung von Beizschlamm
  • Abtrennung von abrasiven Partikeln, z.B. Hydroxide, CaCO3, Schleifpartikel
  • Abtrennung von Belebtschlamm
  • Abtrennung von kolloidalen Inhaltsstoffen aus Säuren und Laugen
  • Abtrennung von Katalysatoren
  • Vorkonzentrierung von Suspensionen

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