Oberflächentechnik

Öl-Wasser-Trennung / Entfettungsbadrecycling

Aufbereitung von Öl-Wasser-Emulsionen im Bereich der Oberflächenbehandlung (z.B. Vorbehandlung von Metallteilen im Bereich Elektrotauchlack), Entsorgungsbetriebe (z.B. Aufbereitung von alkalischen Emulsionen aus Teilewaschung), usw.

  • Abtrennung von emulgierten Ölbestandteilen und Rückführung des Entfettungsbadproduktes in das Behandlungsbecken.
  • Aufkonzentration und Volumenkonzentrierung der anfallenden Öl-Wasser-Emulsion und externe Entsorgung des Konzentrates
  • Reinigung des Öl-Wasser-Gemisches – Indirekte Einleitung der UF-Permeates  


Aufbau und Funktion des Verfahrens:

Wässrige Entfettungsbäder enthalten im Wesentlichen eine Tensidkombination, Alkalien in Form von Soda, Ätznatron, Phosphat, Silikat und Zusätze von Komplexen. Das Entfettungsbad verliert seine Wirksamkeit, wenn der Ölgehalt eine Konzentration von einigen g Öl/Liter erreicht. Durch Einschleppen von Verunreinigungen in das Entfettungsbad werden die aktiven Badinhaltsstoffe verbraucht und verlieren ihre Entfettungsaktivität. Für die wirtschaftliche Betriebsweise kann mittels Ultrafiltration-Aufbereitungsanlage das Öl-Wassergemisch in eine ölfreie Komponente und ein Ölkonzentrat getrennt werden.

Das Entfettungsbad wird in einen Pufferbehälter abgelassen und von dort mittels Befüllpumpe in den Arbeitsbehälter der Ultrafiltrationsanlage gepumpt. Die Zufuhr wird durch die Niveausteuerung des Arbeitsbehälters geregelt. Im Arbeitsbehälter ist ein Grobfilter (ausgeführt als Schwerkraftbandfilter) installiert, der Feststoffe zurückhält und nach jeder Aufarbeitungsphase gereinigt wird. Im Vorklärabteil des Arbeitsbehälters kann aufschwimmendes Öl aufrahmen und nach Ende einer Aufarbeitungsphase in ein Altölfaß abgelassen werden. Je nach Ölanteil und Art des Öles wird zusätzlich ein Ölskimmer installiert, welcher freies Öl entfernt.

Die vorgeklärte Emulsion wird aus dem Arbeitsbehälter gepumpt und mittels Beschickungspumpe einem Ultrafiltrationskreislauf zugeführt (System: Feed & Bleed).

An den Ultrafiltrations-Membranen erfolgt die Abtrennung des Öls, der Fette und Feinstpartikel von der Badflüssigkeit. Diese durchdringt die Membranen und fließt über die Permeatsammelleitung ab. Je nach Installation der Anlage wird das Permeat in die Abwasserbehandlung eingeleitet oder als Ausgangsstoff für das Enfettungsbad verwendet. Da aus dem Entfettungsbad auch aktive Bestandteile abgetrennt wurden, ist ein Nachschärfen des Aktivbades notwendig.

Das zurückgehaltene Öl verbleibt im Kreislauf und wird dort entsprechend der abfiltrierten Wassermenge aufkonzentriert. Mit zunehmender Öl-Konzentration sinkt die Filtratleistung der Anlage. Wenn die Filtratleistung unter einen der erreichbaren maximalen Ölkonzentration entsprechenden Wert absinkt, pumpt die Beschickungspumpe das Konzentrat zur bauseitigen Entsorgung ab.

Im anschließenden Spülprozeß wird das im System befindliche Konzentrat verdrängt und die Spüllösung zur Reinigung über die Membranen geführt. Die verbrauchte Spüllösung wird der bauseitigen Entsorgung zugeführt.

Nach Ende des Spülvorgangs wird der Arbeitsbehälter wieder mit Entfettungsbadlösung befüllt und der Aufbereitungsbetrieb aufgenommen.

Mit der Ultrafiltration kann die anfallende Emulsion je nach Öltype auf ca. 25 – 35 % Ölgehalt aufkonzentriert werden.  

Die Ultrafiltration arbeitet nach dem Querstromprinzip mit einer engen Porengröße. Dadurch können zuverlässig alle Bestandteile, die größer als diese Porengröße sind, abgetrennt werden. Die zurückgehaltenen Bestandteile finden sich im Konzentrat wieder. Durch die Membran hindurch gelangen alle Farbwasserbestandteile, welche gelöst vorliegen oder kleiner als die Porengröße der Membran sind. Dazu gehören im Wesentlichen Wasser.

Die Möglichkeit der Einleitung des Permeates ist in jedem Fall mit den Behörden vor Ort zu klären, da die einzelnen Einleitwerte vor Ort verschieden sind.

Zusammenfassung:

  • Aufbereitung von Öl-Wasser-Lösungen und alkalischen Entfettungsbädern ist möglich und bewährt
  • Rückführung des eingesetzten Wassers ist möglich und bewährt
  • Gleichbleibende Ölkonzentration im Bad -> gleichbleibende Qualität
  • Reduzierung der anfallenden Abwassermenge
  • Geringer Platzbedarf und modularer Aufbau
  • Vollautomatisiertes Verfahren – geringe Personalkosten
  • Hohe Abbauraten (Öl, KW, CSB, usw.)